Mehr Hilfe für den Hund durch Tier- bzw. Hundephysiotherapie

In Deutschland ist dies ein eher unbekannter Beruf, der in den letzten Jahren jedoch immer mehr an Popularität gewinnt. Als Physiotherapeut mit Berufserfahrung ist es heute möglich eine qualifizierte Weiterbildung mit anschließender Prüfung zu machen. Danach ist man in der Lage Tieren entsprechend ihres Krankheitsbildes und Wesens zu helfen, in dem man zuerst einen tierphysiotherapeutischen Befund erstellt und danach die Art der Behandlungstechniken festlegt. Das Krankheitsspektrum ist genau wie beim Menschen breit gefächert. Bei jeglichen Erkrankungen des Skelett-, des Muskel- und Nervensystems sind Behandlungen sinnvoll. Dabei wird ein wichtiges Augenmerk auf die Schmerzbehandlung gerichtet. Hier kommen Eis- oder Wärmeanwendungen, klassische Massagen zur Schmerzlinderung, Entspannung, zur Durchblutungsförderung und Stoffwechselanregung und die Manuelle Therapie zum Einsatz.

Eine bedeutende Rolle spielen aber auch die Prävention (Vorbeugung) zum Beispiel bei der Hüftgelenksdysplasie (HD) und die Rehabilitation (Wiederherstellung) wie beim Auftreten eines Bandscheibenvorfalls. Neben einer gezielten Schmerzbehandlung wird bei und nach Lähmungen auf neurophysiologischer Basis behandelt. Muskulatur aufbauende Übungen, Gleichgewichts- und Koordinationsschulung gehören ebenso mit ins Behandlungskonzept. Ein leicht zu erlernendes Hausaufgabenprogramm kann dem Besitzer angeboten werden, damit er seinem Tier aktiv helfen kann.

Es werden jedoch nicht nur Hunde, sondern auch Katzen, Kaninchen und andere Kleintiere behandelt.

Krankengymnastische Maßnahmen können eine unterstützende Therapie zu der tierärztlichen Behandlung darstellen, diese aber nicht ersetzen!

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